Aus dem Archiv der ExtraTip Mediengruppe.
vom 27.07.2010


Burgschauspieler spielt im Schloss

Kultursommer bringt Peter Fitz nach Spangenberg

Spangenberg. Er war einer der bedeutendsten Komponisten des beginnenden 20. Jahrhunderts, der Schöpfer des unsterblichen Bolero – Maurice Ravel. Der Weltruhm seines bekanntesten und am häufigsten gespielten Werkes war Ravel jedoch zeitlebens suspekt. - „Mein Meisterwerk? Der Boléro natürlich. Schade nur, dass er überhaupt keine Musik enthält.“

Vater und Tochter Fitz rücken gemeinsam mit der Pianistin Sibylle Briner am Dienstag, den 3. August in Spangenberg den Menschen Maurice Ravel ins Blickfeld - ein oft widerborstiges Genie, das es seinen  Mitmenschen nicht immer leicht gemacht hat. Sie bringen uns diesen einzigartigen aber auch komplizierten Menschen und einiger seiner musikalischen Zeitgenossen wie Debussy und Gershwin in einer gefühlvollen Soirée näher. Wesentliche Textgrundlage ist dabei das Buch „Ravel“ von Jean Echenoz.

 Peter Fitz ist seit Jahrzehnten eine feste Schauspielgröße. Er spielte an Häusern wie der Burg in Wien, dem Berliner Schillertheater, den Münchner Kammerspielen, den Festspielen in Salzburg. Für seine herausragenden Leistungen wurde er zwei Mal vom Fachmagazin „Theaterheute“ zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt. Über einhundert Produktionen umfasst seine Filmografie. Zu den bedeutendsten Rollen im Fernsehen zählen die des Professor Edgar Oppermann in „Die Geschwister Oppermann“, die Hauptrolle im Thriller „Blutige Scheidung“ oder die des Konzernchefs Dr. Kessler in dem Zweiteiler „Contergan“.

Als Tochter von Peter Fitz wurde Hendrikje Fitz die Schauspielerei in die Wiege gelegt. Im Alter von zwanzig Jahren begann ihre Karriere an der Freien Volksbühne Berlin. Stationen ihrer Theaterkarriere waren Berlin, Freiberg, Leipzig, Bonn und Greifswald. Vor der Kamera stand sie in Filmen wie „Die Reise hinter dem Spiegel“, „Mich will ja keiner“ oder „Das Haus am Watt“. Aktuell ist sie in der Serie „In aller Freundschaft“ als Pia Heilmann zu erleben.

Die junge Schweizerin Sibylle Briner begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel und debütierte bereits als 12jährige. Sie studierte bei Hubert Harry am Konservatorium Luzern, bei Prof. Klaus Hellwig, Hochschule der Künste in Berlin, und bei Prof. Georg Sava an der Musikhochschule „Hanns Eisler“. Sibylle Briner trat bei internationalen Festspielen wie dem Musik Festival Davos, dem Classic Open Air Festival Berlin oder den Turiner Festspielen auf und spielte in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Schauspielhaus am Gendarmenmarkt, der Deutschen Oper in Berlin oder der Leipziger Handelsbörse.

Die Veranstaltung beginnt um  20 Uhr im Schlosshof (Regenvariante: Rittersaal). Karten zum Preis von 27 Euro sind beim Kultursommer Nordhessen unter Telefon 0561 / 98839399 erhältlich.


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